News aus dem Verein


Rückblick zur ersten Fortbildung für pädagogische Multiplikator*innen

„Auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft“

Am Wochenende haben wir unsere Fortbildung zum Themenschwerpunkt „Antidiskriminierung“ für Hauptamtliche und Ehrenamtliche in sozialen Bereichen angeboten.

Mit vielen Reflexionsübungen zu eigenen Vorurteilen, Haltung, Positionierung und Macht(-verhältnissen), haben wir uns mit der Anti-Bias-Reise beschäftigt und Handlungsoptionen je nach Positionierung ausgearbeitet. Wir haben darüber diskutiert, was wir unter einer inklusiven Gesellschaft verstehen und was wir - als Akteure des Wandels - brauchen, um dort hinzukommen.

Vielen Dank an alle Teilnehmende für den bereichernden, persönlichen Austausch!

Die nächste Fortbildung findet vom 25.11. bis 27.11.2022 statt, zum Thema „Konflikte als Aushandlungsprozesse“ - Anmeldungen sind noch möglich!
Per Mail an: kontakt@haus-sovi.de


Zwei Fortbildungen für Multiplikator:innen im interkulturellen pädagogischen Bereich

 

Diesen Herbst führt das Haus der sozialen Vielfalt e.V. im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ zwei Multiplikator:innenschulungen für Menschen durch, die im pädagogischen Bereich ehrenamtlich oder hauptamtlich mit heterogenen Gruppen arbeiten.

 

Die Schulungen richten sich an alle ehrenamtlich oder hauptamtlich tätigen Multiplikator:innen aus dem pädagogischen Bereich, wie z.B. Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, ehrenamtlich Engagierte oder Jugendleiter:innen. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

Ganz besonders möchten wir Menschen mit eigener Migrationsbiografie und intersektionalen Identitäten einladen, teilzunehmen.

 

Das Haus der sozialen Vielfalt e. V. (Haus SoVi) engagiert sich für eine diskriminierungsfreie, diverse und inklusive Gesellschaft und hat dabei vor allem die Förderung des Miteinanders von migrantisch-muslimischer Communities und Dominanzgesellschaft in Leipzig und Sachsen zum Fokus, mit dem Ziel der Stärkung, Vernetzung und Anerkennung ebenjener.


 

Die Fortbildungen:

 

„Auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft“

vom 28.-30.10.2022

 

Multiplikator*innen und pädagogische Fachkräfte spielen in ihrer wertgebenden und vermittelnden Funktion eine wichtige Rolle. Vor allem für jene, die im interkulturellen Kontext arbeiten, ist die Reflexion dieser Rolle und die damit einhergehende Verantwortung hinsichtlich des Abbaus von Diskriminierung und Vorurteilen hin zu einer diversitätsorientierten und solidarischen Gesellschaft wichtig und Ziel dieser Schulung. Ausgehend von der eigenen Biografie soll damit für die eigene Positionierung in einem gesellschaftlichen Machtgefüge, welches strukturelle Diskriminierung ermöglicht, sensibilisiert werden sowie für die Verantwortung, die insbesondere für Multiplikator*innen damit einhergeht. Die Grundlage für Diskriminierung bilden sozial erlernte Bilder und Verhaltensweisen. Diese sollen in der Schulung durch verschiedene Übungen sichtbar gemacht werden und aufgezeigt werden, welche Wirkung sie für Betroffene (aber auch uns alle) und unser Handeln im Alltag haben. Dabei soll an der Praxis und an Erfahrungen der Teilnehmenden angeknüpft werden und praxisnahe Handlungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit erarbeitet werden.

 

„Konflikte als produktive Aushandlungsprozesse“ 

vom 25.-27.11.2022

 

Wenn wir Konflikte auf der gesellschaftlichen Ebene betrachten sehen wir, dass durch diese gesellschaftliche Prozesse angestoßen werden, insbesondere im Umgang miteinander und mit dem was uns kulturell ist. Wir verstehen Konflikte als produktive Aushandlungsprozesse. Sie können helfen, eigene Verhaltensmuster zu reflektieren sowie die dahinter verborgenen Ängste und Bedürfnisse aufzudecken. Dies ist die Grundlage, um einen gewaltfreieren, toleranteren Umgang miteinander zu finden.

Die Schulung richtet sich vor allem an Multiplikator:innen, die mit heterogenen Gruppen arbeiten und hat das Ziel, die Teilnehmenden für den Umgang mit kulturellen Konflikten zu sensibilisieren und Handlungsoptionen für die eigene Praxis zu erarbeiten. 

Es gilt, Konflikte erkennen und zuordnen zu lernen, sie konstruktiv zu bearbeiten und entsprechende Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dabei wird es theoretische Inputs zu den Themen Konflikt und Kultur geben, aber auch viele Übungen und gestalterische Methoden, um auch einen praktischen Zugang zum Thema zu erhalten. Auch werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, konkrete Konfliktsituationen aus dem Alltag zu besprechen.

 

 

Die Referentinnen:

 

Doğa Dinçel studierte Ethnologie, Turkologie, visuelle Kulturanthropologie und ist ausgebildete Konfliktberaterin nach dem A.T.C.C. Ansatz. Seit 2020 arbeitet Sie im Haus der sozialen Vielfalt e.V. und leitet gemeinsam mit Anja Ibes das Projekt „Gemeinsam starkgemacht Sachsen – für eine demokratische und vielfältige Jugend“.

 

Anja Ibes leitet mit Doğa Dinçel das Projekt „Gemeinsam starkgemacht“ am Haus SoVi und ist Politikwissenschaftlerin und Geographin. Sie abeitet schon viele Jahre als Bildungsreferentin und Beraterin im Themenfeld Antidiskriminierung und ist ebenfalls mit dem A.T.C.C. Konfliktbearbeitungs-Ansatz vertraut.

 

Zusammen beschäftigen sie sich vor allem mit den Themen (anti-muslimischen) Rassismus, (islamischer) Feminismus, transkulturelle Identitäten und Empowerment und haben bereits viele verschiedene Workshops und Seminare für Jugendliche und Erwachsene gegeben. Sie wählen einen prozessorientierten, biografischen und emotionalen Zugang bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung und verknüpfen die persönliche Involviertheit und die eigene Sozialisierung mit der strukturellen Dimension von Machtstrukturen.

 

 

Ort: Haus der sozialen Vielfalt e.V., Eisenbahnstr. 31, 04315 Leipzig

Uhrzeiten: Freitag 14-20h, Samstag 9-18 Uhr, Sonntag 9-18 Uhr

Kosten: Teilnahmebeitrag von 20,-€ der im Voraus zu entrichten ist (kann der Beitrag nicht aufgebracht werden, soll dies jedoch kein Hinderungsgrund sein)

Anmeldung bis 23.10.2022 möglich: Senden Sie eine E-Mail an kontakt@haus-sovi.de mit dem Betreff „Anmeldung Fortbildung [Name/Datum der Fortbildung], [Ihr Name]“


 

Zur Verstärkung unsere Teams suchen wir ab Oktober 2022 staatlich anerkannte Sozialarbeiter:innen oder Sozialpädagog:innen (oder vergleichbare Abschlüsse).

Die Stellenausschreibung findet ihr hier.

 

Menschen mit eigener Migrationsbiografie werden besonders motiviert sich zu bewerben!

 

Bewerbung bitte richten an: kontakt@haus-sovi.de