News aus dem Verein

1. Juli 2024

Gedenktag der sächsischen Justiz gegen Rassismus des sächsischen Justizministeriums

Fotos: SMJusDEG I Daniel Meißner
Fotos: SMJusDEG I Daniel Meißner

Der vergangene Montag, der 1. Juli 2024, markierte den Todestag von Marwa El-Sherbini, die vor 15 Jahren aus antimuslimisch-rassistischen Motiven im Landgericht Dresden ermordet wurde. An diesem Tag findet jährlich der Gedenktag der sächsischen Justiz gegen Rassismus im Landgericht Dresden statt. Dieser Gedenktag bildete auch das Ende der Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus 2024.

 

Die Gedenkveranstaltung im Landgericht Dresden rückte den Fokus darauf, Bewusstsein für strukturellen Rassismus zu schaffen und die Rolle der Justiz im Kampf gegen Diskriminierung zu betonen. Azim Semizoğlu, Sprecher und Vorsitzender des Hauses SoVi, trug mit seiner Expertise zur Demokratieförderung und Antidiskriminierung entscheidend dazu bei und betonte die Siginfikanz einer gerechten und diskriminierungsfreien Gesellschaft sowie Möglichkeiten zur Förderung von Vielfalt und Toleranz. Er folgte mit seinem Beitrag einer Einladung der sächsischen Justizministerin Katja Meier. "Wir sind dankbar für die Gelegenheit, die Sensibilisierung zum Thema zu fördern und wirksame Maßnahmen weiterzuentwickeln," sagte Semizoğlu.

Fotos: SMJusDEG I Daniel Meißner
Fotos: SMJusDEG I Daniel Meißner

In seiner Rede thematisierte er weiter die Paradoxie des Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes („Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“) und dessen praktische Umsetzung, insbesondere im Kontext antimuslimischer Einstellungen und Gewalt in Deutschland. Azim Semizoğlu verwies auf den Mord an Marwa El-Sherbini als Beispiel für die Diskrepanz zwischen der juristischen Theorie und der gesellschaftlichen Realität. Unser Sprecher hob hervor, dass antimuslimische Einstellungen weit verbreitet sind und diese die strukturelle Diskriminierung verstärken. Er plädierte für eine Reflexion der Justiz und anderer staatlicher Institutionen hinsichtlich unbewusster Vorurteile und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Regelstrukturen, um antimuslimischen Rassismus effektiv zu bekämpfen.

Während der Gedenkveranstaltung sprachen außerdem Astrid Wallrabenstein, Richterin des Bundesverfassungsgerichts und Jasemin Seven, stellvertretende Leiterin und Projektmanagerin für Europäisierung und Strategische Kommunikation der Jungen Islam Konferenz.

 

Fotos: SMJusDEG I Daniel Meißner
Fotos: SMJusDEG I Daniel Meißner

Die Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus 2024 schlossen mit einer eindrucksvollen Gedenkveranstaltung ab, die nicht nur an Marwa El-Sherbini erinnerte, sondern auch die Notwendigkeit eines fortgesetzten Engagements gegen Rassismus und Diskriminierung unterstrich.

 

 

 

 

Auch die Süddeutsche Zeitung  und die LVZ berichtete am 1. Juli 2024 von der Gedenkveranstaltung. Unser Sprecher kam dort ebenfalls zu Wort.

 


27. Juni 2024

Rückblick: Fachtag in Dresden „Veränderungen?! Leben mit antimuslimischem Rassismus 15 Jahre nach der Ermordung von Marwa El-Sherbini“

Am 27. Juni 2024 fand nach intensiven Vorbereitungen vom Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen, dem Dresdner Initiativkreis Gedenken.Erinnern.Mahnen und dem Frauentreff des Ausländerrat Dresden e.V. der Fachtag mit dem Titel „Veränderungen?! Leben mit antimuslimischem Rassismus 15 Jahre nach der Ermordung von Marwa El-Sherbini“ statt.

 

Der 1. Juli 2009 markiert den Tag, an dem Marwa El-Sherbini aus antimuslimisch-rassistischer Motivation heraus ermordet wurde – und dies ausgerechnet im Verhandlungssaal des Dresdner Landgerichts, wo sie sich gegen Rassismus juristisch zu Wehr setzte.

 

Was hat sich seitdem in der Justiz, im öffentlichen Raum und für das individuelle Leben der Menschen, die antimuslimischen Rassismus erfahren, verändert?
Antimuslimischer Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dem jedoch auch Gegenwehr, Rassismuskritik und Veränderung entgegenstehen. 15 Jahre nach der Ermordung von El-Sherbini wurden auf dem Fachtag in Dresden Strategien gegen diesen Rassismus in Sachsen und bundesweit diskutiert.

 

Nachdem sich zum Start des Fachtags im Johannstädter Kulturtreff e.V. versammelt wurde, begann der Gedenkrundgang für Marwa El-Sherbini. Er umfasste u.a. Stationen wie den Spielplatz, wo sie ihrem Mörder begegnete, oder das Landgericht, wo sie ermordet wurde.

 

Der zweite Teil der Veranstaltung verlagerte sich in das Goethe-Institut in Dresden – Mitglied im Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen – wo der fachliche Austausch im Vordergrund stand.

 

Nach einer Begrüßungsrunde folgte eine Videobotschaft von Staatsministerin Reem Alabali-Radovan (Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus) welche die die Vortragsrunde und damit die Panels eröffnete: 

 

Panel I: Öffentlicher Raum als Ort antimuslimischer Übergriffe und Gegenwehr (Rima Hanano, Elisabeth Walser, CLAIM-Allianz).

 

Panel II: Justiz als Spannungsfeld von institutionellem Rassismus und Maßnahmen dagegen (Rechtsanwältin Kati Lang).

 

Panel III: Individuelles Leben mit antimuslimischem Rassismus nach der Ermordung von Marwa El-Sherbini (Lina Chaker, Ausländerrat Dresden, Youmna Fouad, Integrations- und Ausländerbeirat Dresden).

 

Das abschließende Podiumsgespräch diskutierte Strategien gegen antimuslimischen Rassismus. Teilnehmende waren die Referierenden der Panels und die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman. Die Moderation übernahmen Anna Sabel und Mehmet Arbag (Verband binationaler Familien und Partnerschaften).

 

Wir danken allen Teilnehmenden, die an diesem Tag am Rundgang zum Gedenken an Marwa El-Sherbini in Dresden teilgenommen und sich anschließend im Goethe-Institut Dresden eingefunden haben. Ein besonderer Dank gilt allen Redner:innen und den vielen helfenden Händen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Herzlichen Dank auch an den Johannstädter Kulturtreff e.V. und das Goethe-Institut Dresden für die Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten.

Klickt hier für mehr Informationen zur Veranstaltung und zum BgamR Sachsen.

 


17. Juni 2024

Azim Semizoğlu auf der Fachkonferenz Level UP! im Schloss Fleesensee bei Berlin

Foto: Macelina Wellmer
Foto: Macelina Wellmer

Am 17. und 18. Juni 2024 fand eine hochkarätige Fachkonferenz zur Stärkung einer partizipativen Migrationsgesellschaft im Schloss Hotel Fleesensee bei Berlin statt. Vertreter:innen aus Ministerien, dem Bundeskanzleramt, dem BAMF, Abgeordnete der demokratischen Parteien, Entscheider:innen auf Landesebene und Gesandte größerer Stiftungen kamen zusammen, um Ideen und Ansätze zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Fördermittelgeber:innen und -empfänger:innen zu entwickeln. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Robert Bosch Stiftung, der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) und den neuen deutschen organisationen (ndo).

 

Unser Sprecher Azim Semizoğlu nahm am 17. Juni als Vertreter des Haus SoVi, das vom „LEVEL up!“ Programm gefördert wird, an der Konferenz teil. In einer Gesprächsrunde und einer Session stellte er die Arbeit des Haus SoVi vor, wobei er auf die verschiedenen Projekte und Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe einging. Er legte besonderen Fokus auf die Bedeutung des „LEVEL up!“ Förderprogramms für die Professionalisierung migrantischer Organisationen.


11. Juni 2024

Teilnahme des Haus SoVi e.V. an der Veranstaltung zu Pro-bono-Rechtsberatung

Am Dienstag, den 11. Juni 2024, nahm der Haus SoVi e.V. aktiv an einer bedeutenden Veranstaltung teil, die sich der Bedeutung von Pro-bono-Rechtsberatung für die Zivilgesellschaft widmete. Die Hybrid-Veranstaltung "Die Bedeutung von Pro-bono-Rechtsberatung für die Zivilgesellschaft ­– Bedarfe und Möglichkeiten der Zusammenarbeit", organisiert von UPJ Pro Bono Rechtsberatung, fand sowohl vor Ort bei CMS Deutschland in Berlin als auch virtuell statt.

 

Das Haus SoVi e.V., vertreten durch Azim Semizoğlu, Vorsitzender und Sprecher des Vereins, war unter den Teilnehmer:innen des Panels. Die Gesprächsrunde diskutierte intensiv über die aktuellen Bedarfe und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich der kostenfreien Rechtsberatung für gemeinnützige Organisationen. Azim Semizoğlu unterstrich deutlich die vielfältigen Herausforderungen, denen ehrenamtliche Vorstände in ihrer Verantwortung als Arbeitgeber:innen gegenüberstehen, darunter Haftungsfragen, Finanzierungsunsicherheiten und die Erstellung von prüfungsfähigen Verwendungsnachweisen. Ehrenamtliche werden zunehmend aufgefordert, ein hohes Maß an Fachkompetenz in Bereichen zu zeigen, die weit außerhalb ihres Fachgebiets liegen, was es für Lai:innen nahezu unmöglich macht, ein solches Amt ohne erhebliches Risiko zu übernehmen.

Moderiert wurde die Diskussion von Benita Piechaczek, Programmleitung der UPJ Pro Bono Rechtsberatung. Weitere Expert:innen auf dem Podium waren Theresa Richarz vom LSVD – Lesben und Schwulenverband in Deutschland, Franz-Martin Schäfer von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt sowie Bian Sukrow von der Law Clinic der Bucerius Law School.

Die Veranstaltung bot nicht nur eine Plattform für den fachlichen Austausch, sondern auch eine gute Gelegenheit für Networking bei Snacks und Getränken im Anschluss. Sie zielte darauf ab, die Synergien zwischen den verschiedenen Akteur:innen der Pro-bono-Arbeit zu stärken und die Wirkung dieser wertvollen Unterstützung zu maximieren.

 
UPJ Pro Bono Rechtsberatung setzt sich aktiv für die Förderung kostenfreier Rechtsberatung ein, um die Zivilgesellschaft zu stärken und gemeinwohlorientierte Strukturen zu unterstützen.

 


22. Mai 2024

Besuch aus Göteborg im Haus SoVi

Vor einer Woche durften wir unsere Kinder- und Jugendarbeit sowie verschiedene Projekte unseren Gästen aus Göteborg präsentieren. Es war ein lebhafter Austausch über unsere inhaltliche Arbeit. Vielen Dank an die Stadt Leipzig (Fr. Bittner und Hr. Bischoff) für diese wertvolle Gelegenheit, unsere Arbeit zu präsentieren und uns zu vernetzen.


14. März 2024

Podiumsdiskussion der UNICEF in Leipzig zu Kinderrechten im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Auf Einladung der UNICEF in Leipzig nahm unser Vorsitzender Azim Semizoğlu an einer Podiumsdiskussion zu Kinderrechten im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rasissmus teil. In der Diskussion ging es um Rasissmuserfahrungen von Kindern und Jugendlichen in der Schule und den Möglichkeiten, diesen entgegenwirken zu können.

 

Foto: UNICEF Leipzig


28. Februar 2024

Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen – Migliederzuwachs seit Beginn des Projektes 2023

Das Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen hat erfreulicherweise im vergangenen Jahr folgende neue Mitglieder dazugewonnen:

 

ZEOK e.V.  –  Laubegast ist Bunt e.V.  –  Agiua e.V. Migrationssozial- und Jugendarbeit  – Goethe-Institut Dresden  –  Ausländerrat Dresden e.V..

 

Wenn auch euer Verein oder eure Initiative 

  • sich gegen antimuslimischen Rassismus stellen,
  • für die Öffentlichkeit, andere Organisationen und für Menschen, die jeden Tag mit antimuslimischem Rassismus leben müssen,
    ein Zeichen setzen,
  • sich vernetzen
  • und sowohl von der Expertise anderer Akteur:innen als auch von Veranstaltungs- und Weiterbildungsangeboten profitieren möchte,

dann werdet jetzt Mitglied!


Alle Informationen zum Bündnis findet ihr hier.
Die Ansprechpersonen der beiden Trägerorganisationen des Projektes sind:

 

Lucia-S. Hansel: +49 159 06830670 / lucia.hansel@haus-sovi.de (Haus der sozialen Vielfalt e.V.)


Nicola Eschen: +49 176 57815590 / eschen@soziale-dienste-jugendhilfe.de (Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH)

 


19. Februar 2024

Gedenkveranstaltung "Hanau gedenken in Leipzig"

Am 19. Februar jährte sich zum vierten Mal der rassistische Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen getötet wurden. Das Leipziger Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus organisierte im Rabet eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer, an der viele Personen teilgenommen haben. Unser Vereinsvorsitzender Azim hat eine Rede beigetragen, in der auf die Bedeutung des Erinnerns an die Opfer einging.


19. Februar 2024

Say Their Names! Hanau Gedenken in Leipzig

Einladung zur Gedenkveranstaltung für Hanau (in Leipzig)
Vier Jahre sind vergangen seitdem rechtsextremen und rassistischen Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen getötet wurden. Gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren wollen wir uns mit den Opfern, den Überlebenden und ihren Familien und mit allen Menschen, die von rassistischer Gewalt betroffen sind, gedenken.
Herzlich laden wir euch ein am 19.02.2024 um 18 Uhr an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Die Veranstaltung wird unter anderem mit dem Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus organisiert, den wir als Träger mitgegründet haben. Unser Vereinsvorsitzender Azim wird an der Kundgebung eine Rede halten. Wir freuen uns, wenn an diesem besonderen Tag unsere Freund:innen und Unterstützer:innen teilnehmen.
Gerne können Kerzen und Blumen mitgebracht werden. Anderweitige Gegenstände wie Flaggen, oder politische Symbolbilder sind verboten, damit der Fokus nur bei den 9 Ermordeten bleibt.


Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov


10./11. Februar 2024

Erster Platz beim Hackathon für soziale Innovation!

Wir sind glücklich, den ersten Platz beim Sinn Hackathon für soziale Innovationen gewonnen zu haben. Es war eine wertvolle Erfahrung, gemeinsam mit anderen Teams an innovativen Lösungen für soziale Herausforderungen zu arbeiten.

 

Unsere Idee zur Arbeitsmarktintegration von

Menschen mit Migrationshintergrund in GreenJobs hat die Jury überzeugt. Wir haben betont, dass die Kommunikation mit der Zielgruppe kultursensibel und diversitätsbewusst sein muss, um die langfristige Vermittlung auf Augenhöhe zu gewährleisten. Ferner ist es wichtig, dass Unternehmer*Innen Rahmenbedingungen schaffen müssen, damit die Nachhaltigkeit gewährleistet ist. Wir sind bereit beide Seiten zu unterstützen, damit dies gelingen kann.

 

Ein riesiges Dankeschön an alle anderen Teams für ihre großartigen Ideen und die wertvollen Bekanntschaften, die wir gemacht haben! Und natürlich ein herzliches Dankeschön an das Sinn Hackathon Team für die hervorragende Organisation dieser Veranstaltung! 💪 #SinnHackathon #SozialeInnovation #ErsterPlatz #Dankbarkeit #HausSovi


27. Januar 2024

Interview mit der Leipziger Volkszeitung (LVZ) über die Sorgen der migrantischen Community in Sachsen angesichts des steigenden Rechtsextremismus

Mit der LVZ hat unser Vorsitzender Azim Semizoğlu über die Sorgen der migrantischen Community in Sachsen angesichts des steigenden Rechtsextremismus und die Bedeutung der Demonstrationen für die freiheitliche Demokratie gesprochen.

 

Das Interview ist hier abrufbar: https://www.lvz.de/mitteldeutschland/bauernproteste-und-afd-demos-was-muss-sich-in-sachsen-aendern-ISN5B2JJERFIDLA65VRPZMIUY4.html


22. Januar 2024

Interview mit der Deutschen Welle über ein mögliches Finanzierungsausschlussverfahren gegen die AfD

In seiner Tätigkeit als Rechtswissenschaftler an der Universität Leipzig hat unser Vorsitzender Azim Semizoglu über den verfassungsrechtlichen Hintergrund eines möglichen Finanzierungsausschlussverfahrens gegen die AfD gesprochen.

 

Das Interview ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.dw.com/de/kein-steuergeld-f%C3%BCr-npd-nachfolgepartei/a-68038445


27. Dezember 2023

Interview im Rahmen der Denkfabrik "Schalom Aleikum" - Jüdische, muslimische und christliche Lebensrealitäten in Ostdeutschland

Im Rahmen der Denkfabrik Schalom Aleikum vom Zentralrat der Juden hat unser Vorsitzender Azim Semizoğlu in einem Interview mit Jana Hensel u. a. über die Herausforderungen des muslimischen Lebens in Ostdeutschland, den interreligiösen Trialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesprochen.

 

Das Interview ist nun in einem Buch des Leipziger Verlages Hentrich&Hentrich erschienen: https://www.hentrichhentrich.de/buch-glaubensspuren.html

 

Eine gekürzte Online-Fassung des Interviews ist in der Jüdischen Allgemeine zu finden: https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/man-kann-hier-viel-gestalten/

 

Das Buch wurde im Deutschlandfunk-Kultur im Programm "Lesart" besprochen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/glaubensspuren-buch-ueber-juedische-muslimische-perspektiven-in-ostdeutschland-dlf-kultur-19acd6d5-100.html 

 

Wir freuen uns, wenn wir damit einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können.


Besuch des Goethe Instituts

Gestern hatten wir Besuch von den Kolleginnen des Goethe Instituts Dresden, Frau Claudia Gräfe und Frau Anja Epperlein, sowie Frau Sophia Lehmann, Leiterin Kulturelle Bildung Goethe Institut München und Frau Annette Kraft aus dem Goethe Institut Berlin. Seit über zwei Jahren pflegen wir eine enge Zusammenarbeit, wo wir unterschiedliche Projekte umgesetzt haben. Bei unserer Zusammenkunft haben wir uns über gemeinsame zukünftige Projekte ausgetauscht. 

 

Wir freuen uns auf weitere gute und angenehme Zusammenarbeit.


10. Oktober 2023

Besuch vom Fraktionsvorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion Herr Zenker und Stadträtin Frau Feichtinger

Vergangene Woche besuchte uns der Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Herr Zenker und die Stadträtin Frau Feichtinger. Im Gespräch haben wir unsere aktuellen Projekte und unsere engagierte Stadtteilarbeit im Osten von Leipzig vorgestellt. Ein zentrales Anliegen war die nachhaltige Integration unserer Jugendarbeit für marginalisierte Jugendliche – weg von bloßer Projektarbeit hin zur dauerhaften Förderung.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Einbindung von Migrantinnen und Migranten in Stadtteilprojekte und Entscheidungen. Wir haben intensiv darüber diskutiert, wie wir die Beteiligungsmöglichkeiten für alle verbessern können, um eine vielfältige und inklusive Gemeinschaft aufzubauen.

Danke an Herrn Zenker, Frau Feichtinger für diesen konstruktiven Austausch!


22. September 2023

Haus SoVi wird vom startsocial gefördert!

🌟 Große Neuigkeiten vom Haus der sozialen Vielfalt! 🌟 Wir sind überglücklich, verkünden zu dürfen, dass wir als eines der diesjährigen startsocial-Stipendiaten ausgewählt wurden! 🎉

Ab November werden wir 4 Monate lang von professionellen Coaches unterstützt, um unsere Arbeit noch erfolgreicher umzusetzen.

Startsocial legt seinen Fokus darauf, soziale Initiativen durch Beratung, Wissenstransfer und Vernetzung zu stärken – und wir sind stolz darauf, Teil dieses inspirierenden Netzwerks zu sein.

Ein riesiges Dankeschön an all unsere MitarbeiterInnen, Unterstützer und Freiwilligen, die uns auf diesem Weg begleiten. Gemeinsam werden wir Großes erreichen!


20. September 2023

Was hilft Ihnen?
Umfrage zu Angeboten gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen bis zum 13. November online

Im Rahmen des Projektes führen wir eine Bedarfserhebung in Bezug auf Angebote zu antimuslimischem Rassismus in Sachsen durch. Wir adressieren Menschen, die antimuslimische Rassismuserfahrungen machen (könnten) oder gemacht haben, und möchten in wenigen Fragen wissen, welche sächsischen Beratungs- und Unterstützungsangebote sie wahrnehmen, hilfreich finden und bereits in Anspruch genommen haben. Das Ausfüllen dauert etwa 7 Minuten.
Hier geht es zur Umfrage: https://survey.lamapoll.de/Umfrage-zu-Angeboten-und...
//
EN: Within the framework of the project, we are conducting a needs assessment with regard to offers on anti-Muslim racism in Saxony. We are addressing people who (might) have or have had experiences of anti-Muslim racism and would like to know in a few questions which counselling and support services in Saxony they perceive, find helpful and have already made use of. The survey takes about 7 minutes to complete.
Click here to access the survey:
https://survey.lamapoll.de/Survey-on-offers-and-help-in...


13. September 2023

Besuch von Herr Ulrich Hörning, Bürgermeister und Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung der Stadt Leipzig

Vergangene Woche besuchte uns Herr Ulrich Hörning, Bürgermeister und Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung der Stadt Leipzig in seiner Funktion als Patenbürgermeister für den Leipziger Osten. Wir sprachen zum einen über die positive Entwicklung des Stadtteils in den vergangenen zehn Jahren und zum anderen über die damit verbundenen wachsenden Herausforderungen. Insbesondere machten wir darauf aufmerksam, dass viele Bürgerinnen und Bürger aus der migrantischen Community im Stadtteil aufgrund ihrer fehlenden Wahlberechtigung am demokratischen Beteiligungsprozess benachteiligt sind, was bei der Umsetzung lokaler Projekte berücksichtigt werden sollte. Auch haben wir uns über Möglichkeiten, der Steigerung des Personals mit Migrationsgeschichte in der Stadtverwaltung ausgetauscht. Wir danken für den Besuch und freuen uns auf den weiteren Austausch.

 


12. September 2023

Besuch von Frau Vicki Felthaus, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig

Am vergangenen Dienstag besuchten uns Frau Vicki Felthaus, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie und Frau Nadine Hafkesbrink, Leiterin des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD) der Stadt Leipzig. Nach dem sie vor Ort unsere Arbeit besichtigten, haben wir uns in einem längeren Gespräch u. a. über die angespannte Betreuungslage der unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Leipzig ausgetauscht. Weiterhin haben wir betont, dass es für eine nachhaltige Entwicklung der Jugendarbeit für migrantische Jugendliche notwendig ist, diese aus der Projektförderung in die Regelstruktur der Jugendhilfe zu heben. Zuletzt haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus migrantischen Familien der sozio-kulturelle Zugang zu diesen besonders wichtig ist. Ohne die Berücksichtigung dieses Aspekts bleibt die Wirkung auch guter pädagogischer Konzepte leider aus. Wir haben uns über ihren Besuch und die Anerkennung unserer Arbeit sehr gefreut.

 


31. August 2023

Expertinnen- und Expertenrunde in der Britischen Botschaft

Auf Einladung des stellvertretenden britischen Botschafters hat unser Vorsitzender Azim Semizoğlu an einer Expertinnen- und Expertenrunde zu gegenwärtigen Dynamiken des Extremismus in Ostdeutschland teilgenommen. Dabei hat er die im Vergleich zu westdeutschen Bundesländern höheren Zustimmungswerte für antimuslimischen Rassismus in Ostdeutschland betont. Die Veranstaltung fand in der Britischen Botschaft in Berlin statt.

 

6. August 2023

Vernissage der Ergebnisse des Gestaltungswochenendes "FotografiexPoesie"

Unsere Projektgruppe "Kunst Junger Muslim*innen" laden am 06.08.23 um 16 Uhr herzlich zur Vernissage in den FreiRAUM in Stötteritz ein, um die Ergebnisse des Gestaltungswochenendes “FotografiexPoesie” zu präsentieren.

Was sind die Orte unserer Geschichte? Was verbinden wir mit ihnen? Welche Geschichten erzählen sie uns? Wie verbunden fühlen wir uns mit ihnen? Und wie erschaffen wir neue Orte?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich unsere Künstlerinnen Nadja Shkirat und Ilham Al Saadi. Sie nehmen uns mit an Orte, die für sie von Bedeutung sind und erzählen uns ihre Geschichten.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 


14. - 16. Juli 2023

Multiplikator:innenschulung - Moscheen als Ort der Vielfalt kennenlernen

 

In dieser Schulung lernst du Inhalte und pädagogische Grundlagen, um Besuchsgruppen Moscheeführungen in Leipzig anzubieten. In der Schulung wird es eine Einführung in die geschichtliche Entstehung von Moscheen und muslimisches Leben in Deutschland und Leipzig geben, sowie einen Einblick in die islamische Religion(en). Bei den ca. 90-minütigen Führungen wird für religiöse Fragen stets der Imam oder ein Gemeindemitglied der jeweiligen Moschee anwesend sein. Termine und Ort der Führungen werden jeweils individuell miteinander abgesprochen, für jede Führung erhälst du ein kleines Honorar.

 

Wer kann teilnehmen?

Alle, die Lust haben Moscheeführungen für Besuchsgruppen in Leipzig anzubieten. Dazu brauchst du gute Deutschkenntnisse, da die meisten Besucher:innen deutschsprachig sein werden. Kenntnisse über muslimisches Leben in Leipzig und die Angliederung an eine Moscheegemeinde bzw. Kenntnisse über islamischen Glauben sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung, um an der Ausbildung teilzunehmen.

 

Anmeldung bis zum 5. Juli 2023 unter gemeinsamstark@haus-sovi.de oder 017686091820 (WhatsApp oder Telegram)

 

Die Multiplikator:innenschulung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) gefördert.


21. Juni 2023

Podiumsdiskussion "Glaubensspuren. Jüdische, christliche und muslimische Stimmen in Dresden"

 Bild: Denkfabrik Schalom Aleikum

Vergangenen Mittwoch sprach unser Vorsitzender Azim Semizoğlu auf dem Podium "Glaubensspuren. Jüdische, christliche und muslimische Stimmen in Dresden" der

Denkfabrik Schalom Aleikum vom Zentralrat der Juden in Deutschland. Er teilte seine persönlichen Eindrücke über das muslimische Leben in Ostdeutschland. Dabei betonte er die im Vergleich zum Westen Deutschlands höheren Zustimmungswerte für antimuslimischen Rassismus und die deutlich schwächer ausgeprägte Infrastruktur für die religiöse Grundversorgung der Muslime. Die Begegnung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ist elementar für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

 

Die Podiumsdiskussion wurde von der Journalistin Jana Hensel moderiert.


19. - 20. Juni 2023

Lehrauftrag an der Polizeihochschule Rothenburg

 

Unsere Projektmitarbeiterinnen Anja Ibes und Doğa Dinçel von der Polizeihochschule Rothenburg wurden für einen Lehrauftrag zu Antimuslimischen Rassismus als Referentinnen eingeladen.

An zwei Tagen haben sie die Einheit zum Thema “Diskriminierung am Beispiel Antimuslimischer Rassismus” gestaltet und Inhalte zu Vorurteile, Macht, Diskriminierung sowie individuelle und strukturelle Handlungsfelder gegen Diskriminierung vermittelt. Dabei lag der Fokus bei der Reflexion der eigenen Vorurteile und die Relevanz dieser Reflexion für den Berufsalltag der Polizist*innen: Als Menschen in staatlich legitimierten Machtpositionen ist es enorm wichtig eigenen Vorurteilen, Haltungen sowie Rollen und Aufgaben bewusst zu sein und zu hinterfragen, da die sächsische Polizei die Verantwortung für die Sicherheit und den Schutz aller Menschen in Sachsen trägt. Das heißt, ihnen kommt bei der Bekämpfung von rassistischer Gewalt eine besonders wichtige Rolle zu.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Polizeihochschule Rothenburg für die Einladung und bei allen Teilnehmenden für ihr Vertrauen, ihre Perspektiven und Erfahrungen als Polizist*innen mit uns zu teilen.

Die Kooperation ist durch das Goethe Institut Dresden entstanden. In Rothenburg wurden die Referentinnen von Frau Katrin Madlung und Julia Kaperdos unterstützt und betreut; auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön.

 


13. Juni 2023

Podiumsdiskussion über die Herausforderungen der Grundschulen im Leipziger Osten

Bild: Pöge-Haus e.V.

Am vergangenen Dienstag (13. Mai 2023) hat unser Vorsitzender Azim Semizoglu an einer Podiumsdiskussion über die Situation der Grundschulen im Leipziger Osten teilgenommen. Gemeinsam mit Vertreterinnen aus den Schulen, der Elternschaft und der Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie Frau Vicky Felthaus wurde über Herausforderungen und Lösungsvorschläge diskutiert. Dabei hat Azim Semizoglu auf den hohen Anteil migrantischer Familien aufmerksam gemacht, die im schulischen Alltag im Zweifel etwa durch den Einsatz von Sprach- und Kulturmittlern abgeholt werden könnten. Daneben müssen Kapazitäten bei den Lehrkräften für Fortbildungsmaßnahmen im Bereich interkulturelle Kompetenzen geschaffen werden.


5. Juni 2023

Austausch mit Dirk Panter

Wir freuen uns sehr über den Besuch von Dirk Panter, dem Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der SPD, in unseren Räumlichkeiten. Es war eine äußerst bereichernde Erfahrung, ihm unsere Arbeit vorzustellen und mit ihm über wichtige Themen zu diskutieren.

Im Zuge seines Besuchs haben wir insbesondere über die Situation der unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten gesprochen. Durch unseren Austausch mit Herrn Panter konnten wir auf die Herausforderungen und Bedürfnisse dieser jungen Geflüchteten aufmerksam machen und mögliche Lösungsansätze zur Verbesserung ihrer Situation erörtern.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Gestaltung der Fachkräftegewinnung für Sachsen. Als Region stehen wir vor der Herausforderung, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Durch den Dialog konnten wir Ideen und Maßnahmen diskutieren, um die Fachkräftegewinnung in Sachsen zu fördern und unsere Wirtschaft zu stärken.

Wir sind dankbar für die Gelegenheit, unsere Anliegen aktiv einzubringen und an politischen Diskussionen teilzunehmen. Durch solche Treffen können positive Veränderungen angestoßen und die Bedürfnisse unserer Zielgruppe besser berücksichtigt werden.


3. Juni 2023

Einladung psychosoziale Sprechstunde im Haus der sozialen Vielfalt

 

Werte Interessent:innen,

Kommen Sie mit uns ins Gespräch!

Der Verbund Gemeindenahe Psychiatrie bietet ab sofort wohnortnahe, psychosoziale Sprechstunden an, welche von Dolmetschern begleitet werden.

In der Sprechstunde wird eine Beratung für alle Bürgerinnen und Bürger (ab 18 Jahren) zu Themen rund um psychische Erkrankungen und seelische Krisen angeboten. Dabei können auch Informationen zu Hilfe- und Behandlungsmöglichkeiten, sowie zu sozialrechtlichen Fragen und Selbsthilfeangebote vermittelt werden.

Die Beratungen sind individuell, unverbindlich und können auf Wunsch auch anonym durchgeführt werden.

Die nächste Sprachstunde findet am Dienstag, 06.06.2023 14:30-16:30Uhr im Haus der sozialen Vielfalt, Eisenbahnstr. 31, statt.

 

Zu dieser Sprechstunde können Interessenten in den Sprachen Arabisch, Kurdisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch beraten werden.

 

Gern können Sie ohne vorherige Anmeldung zur Sprechstunde kommen.

 

Weitere Termine finden statt am:

11.07.2023       
05.09.2023       
10.10.2023       
14.11.2023
12.12.2023


9. Mai 2023

Saz/Bağlama- Unterricht im Haus SoVi

 

Die Saz (oder Bağlama) ist das meistgenutzte Saiteninstrument in der Türkischen Volksmusik. Es hat eine lange Geschichte und kulturelle Bedeutung und wird in einem breiten geografischen Gebiet von Asien bis zum Balkan gespielt. Heutzutage gewinnt das Instrument auch weltweit immer mehr an Popularität.
Die Saz hat sieben Saiten und wird mit einem kleinen Plektrum (tezene) gespielt, das entweder aus Kirschholz oder Plastik besteht. Mehrere Bünde am Hals ermöglichen das Spielen der Tonleiters (Makam oder Ayak) orientalischer Musik.

 

Der Saz-Kurs wird von dem Musiker Mert Güney geleitet und ist für jeden ab 12 Jahren geeignet. Es braucht keine Vorkenntnisse, der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen.
Im Kurs werden neben grundlegenden Musik- und Saz-Kenntnissen auch die türkische Volksmusik-Theorie, traditionelle Saz-Spieltechniken und eine Vielzahl von Liedern aus verschiedenen Regionen vermittelt.

 

Die Preise sind abhängig davon, wie viele teilnehmen werden.

Anmeldefrist (solange noch Plätze frei sind): 21. April 2023

Unterrichtsbeginn: 9. Mai 2023

 

Schreibt eine Mail an kontakt@haus-sovi.de wenn ihr Interesse habt!

 


03. Mai 2023

Auftaktveranstaltung vom Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen

 

Am 03.05. fand in der Sächsischen Aufbaubank in Dresden die Auftaktveranstaltung vom Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen statt.

 

"Etwa die Hälfte der Ostdeutschen nehmen Muslim:innen als Bedrohung wahr. Das kann man mal sacken lassen, aber nicht hinnehmen." So eröffnete Sebastian Vogel, Staatssekretär des Ministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Auftaktveranstaltung am 3. Mai des Bündnisses gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen.

 

 

Die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteur:innen sei das, was ein Bündnis so wirksam mache, stellte auch Lucia-Sophie Hansel, Projektleiterin im Haus der sozialen Vielfalt e.V. (Gründungsmitglied), in ihrer Rede heraus. Sie moderierte zusammen mit Nicola Eschen, Projektleitung bei der Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH (Gründungsmitglied) die Veranstaltung.

 

Wir haben Impulsvorträge von Anna Sabel und Özcan Karadeniz (Verband Binationaler Leipzig) sowie Dr. Johannes Kiess (stellvertretender Direktor des Else Frenkel-Brunswik-Instituts/EFBI) gehört. Später kam noch der Bundestagsabgeordnete Kassem Taher Saleh vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei der Podiumsdiskussion zu Wort.

 

Es war inspirierend so viele engagierte Menschen zusammenzubringen, die sich einig sind, dass wir aktiv gegen antimuslimischen Rassismus vorgehen müssen, um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

 

Lasst uns als breites Bündnis gemeinsam gegen antimuslimischen Rassismus wirken!

 

Mehr Informationen zum Bündnis.


27.03.2023

Das Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus startet

Das Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus
in Sachsen geht anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus an die Öffentlichkeit.

 

„Das Bündnis soll wichtige Akteur:innen Stück für Stück zusammenführen,“ so Halil Ünal, Geschäftsführer des Haus Sovi, „darum fügen sich in unserem Logo kleine Teile zu einem Kreis zusammen.“

Projektträger:
Haus der sozialen Vielfalt e.V.
Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH

mitgegründet durch:
Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig
Demokratie-Zentrum Sachsen

Mehr Infos zu den Gründungsmitgliedern findest du auf der Homepage:
www.sachsen-gegen-amr.de


23. März 2023

Internationale Wochen gegen Rassismus: Omar Alkadamani stellt das Jugendparlament Leipzig vor

 



 

 

18. März 2023

QUARARO Spielleiter*innen-Ausbildung

 

Es wird wieder eine neue Schulung für das Demokratielernspiel QUARARO geben. Werdet Spielleiter*innen für Jugendgruppen an Schulen, auf Stadtteilfesten oder in Freizeittreffs.

 

18. März 2023

10:00 - 17:00 Uhr

 

Bei uns in der Eisenbahnstr. 31.

Die Schulung ist kostenlos, bitte vorher anmelden unter: gemeinsamstark@haus-sovi.de

 

 


4. März 2023, 10- 16 Uhr

"Kein Platz für Ausgrenzung! Workshop zu israelbezogenem Antisemitismus, Rassismus und der Situation im Nahem Osten

 

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) aus Berlin kommt zu uns nach Leipzig und gibt einen Workshop zum Thema israelbezogener Antisemitismus, Rassismus und die Situation im Nahen Osten. Der Workshop ist offen für alle Interessierten und findet bei uns im Haus SoVi statt. Am Sonntag vormittag (5. März) ist eine Führung durch die Leipziger Synagoge geplant, an der alle Workshop-Teilnehmenden optional mitkommen können.

 

Wenn ihr am Workshop teilnehmen wollt, meldet euch bitte an unter: gemeinsamstark@haus-sovi.de

 

Die Teilnahme ist kostenlos - aber verbindlich ;)! Überlegt euch bitte, ob ihr wirklich Interesse und Zeit habt, wir hatten in letzter Zeit häufiger den Fall, dass auffällig viele Teilnehmenden einfach nicht erschienen sind. Das ist sehr schade für alle, denen wir absagen mussten, weil alle Plätze vergeben waren. Also kostenlos, aber bitte verbindlich!).

 

 


Juleica-Ausbildung

 

 

 

Unser Projekt "Gemeinsam starkgemacht Sachsen - für eine vielfältige und demokratische Jugend" bietet auch in diesem Jahr eine Juleica-Ausbildung an.

 

Termine: 10.-12. Februar und 3.-5. März 2023

 

Die Ausbildung richtet sich in erster Linie an muslimische und migrantische Jugendliche ab 16 Jahren, ist aber prinzipiell für alle offen (keine Altersbeschränkung). Weitere Infos findet ihr hier.

 

Anmeldung ist bis 3. Februar möglich.


Rückblick zur ersten Fortbildung für pädagogische Multiplikator*innen

„Auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft“

Am Wochenende haben wir unsere Fortbildung zum Themenschwerpunkt „Antidiskriminierung“ für Hauptamtliche und Ehrenamtliche in sozialen Bereichen angeboten.

Mit vielen Reflexionsübungen zu eigenen Vorurteilen, Haltung, Positionierung und Macht(-verhältnissen), haben wir uns mit der Anti-Bias-Reise beschäftigt und Handlungsoptionen je nach Positionierung ausgearbeitet. Wir haben darüber diskutiert, was wir unter einer inklusiven Gesellschaft verstehen und was wir - als Akteure des Wandels - brauchen, um dort hinzukommen.

Vielen Dank an alle Teilnehmende für den bereichernden, persönlichen Austausch!

Die nächste Fortbildung findet vom 25.11. bis 27.11.2022 statt, zum Thema „Konflikte als Aushandlungsprozesse“ - Anmeldungen sind noch möglich!
Per Mail an: kontakt@haus-sovi.de


Zwei Fortbildungen für Multiplikator:innen im interkulturellen pädagogischen Bereich

 

Diesen Herbst führt das Haus der sozialen Vielfalt e.V. im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ zwei Multiplikator:innenschulungen für Menschen durch, die im pädagogischen Bereich ehrenamtlich oder hauptamtlich mit heterogenen Gruppen arbeiten.

 

Die Schulungen richten sich an alle ehrenamtlich oder hauptamtlich tätigen Multiplikator:innen aus dem pädagogischen Bereich, wie z.B. Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, ehrenamtlich Engagierte oder Jugendleiter:innen. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

Ganz besonders möchten wir Menschen mit eigener Migrationsbiografie und intersektionalen Identitäten einladen, teilzunehmen.

 

Das Haus der sozialen Vielfalt e. V. (Haus SoVi) engagiert sich für eine diskriminierungsfreie, diverse und inklusive Gesellschaft und hat dabei vor allem die Förderung des Miteinanders von migrantisch-muslimischer Communities und Dominanzgesellschaft in Leipzig und Sachsen zum Fokus, mit dem Ziel der Stärkung, Vernetzung und Anerkennung ebenjener.


 

Die Fortbildungen:

 

„Auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft“

vom 28.-30.10.2022

 

Multiplikator*innen und pädagogische Fachkräfte spielen in ihrer wertgebenden und vermittelnden Funktion eine wichtige Rolle. Vor allem für jene, die im interkulturellen Kontext arbeiten, ist die Reflexion dieser Rolle und die damit einhergehende Verantwortung hinsichtlich des Abbaus von Diskriminierung und Vorurteilen hin zu einer diversitätsorientierten und solidarischen Gesellschaft wichtig und Ziel dieser Schulung. Ausgehend von der eigenen Biografie soll damit für die eigene Positionierung in einem gesellschaftlichen Machtgefüge, welches strukturelle Diskriminierung ermöglicht, sensibilisiert werden sowie für die Verantwortung, die insbesondere für Multiplikator*innen damit einhergeht. Die Grundlage für Diskriminierung bilden sozial erlernte Bilder und Verhaltensweisen. Diese sollen in der Schulung durch verschiedene Übungen sichtbar gemacht werden und aufgezeigt werden, welche Wirkung sie für Betroffene (aber auch uns alle) und unser Handeln im Alltag haben. Dabei soll an der Praxis und an Erfahrungen der Teilnehmenden angeknüpft werden und praxisnahe Handlungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit erarbeitet werden.

 

„Konflikte als produktive Aushandlungsprozesse“ 

vom 25.-27.11.2022

 

Wenn wir Konflikte auf der gesellschaftlichen Ebene betrachten sehen wir, dass durch diese gesellschaftliche Prozesse angestoßen werden, insbesondere im Umgang miteinander und mit dem was uns kulturell ist. Wir verstehen Konflikte als produktive Aushandlungsprozesse. Sie können helfen, eigene Verhaltensmuster zu reflektieren sowie die dahinter verborgenen Ängste und Bedürfnisse aufzudecken. Dies ist die Grundlage, um einen gewaltfreieren, toleranteren Umgang miteinander zu finden.

Die Schulung richtet sich vor allem an Multiplikator:innen, die mit heterogenen Gruppen arbeiten und hat das Ziel, die Teilnehmenden für den Umgang mit kulturellen Konflikten zu sensibilisieren und Handlungsoptionen für die eigene Praxis zu erarbeiten. 

Es gilt, Konflikte erkennen und zuordnen zu lernen, sie konstruktiv zu bearbeiten und entsprechende Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dabei wird es theoretische Inputs zu den Themen Konflikt und Kultur geben, aber auch viele Übungen und gestalterische Methoden, um auch einen praktischen Zugang zum Thema zu erhalten. Auch werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, konkrete Konfliktsituationen aus dem Alltag zu besprechen.

 

 

Die Referentinnen:

 

Doğa Dinçel studierte Ethnologie, Turkologie, visuelle Kulturanthropologie und ist ausgebildete Konfliktberaterin nach dem A.T.C.C. Ansatz. Seit 2020 arbeitet Sie im Haus der sozialen Vielfalt e.V. und leitet gemeinsam mit Anja Ibes das Projekt „Gemeinsam starkgemacht Sachsen – für eine demokratische und vielfältige Jugend“.

 

Anja Ibes leitet mit Doğa Dinçel das Projekt „Gemeinsam starkgemacht“ am Haus SoVi und ist Politikwissenschaftlerin und Geographin. Sie abeitet schon viele Jahre als Bildungsreferentin und Beraterin im Themenfeld Antidiskriminierung und ist ebenfalls mit dem A.T.C.C. Konfliktbearbeitungs-Ansatz vertraut.

 

Zusammen beschäftigen sie sich vor allem mit den Themen (anti-muslimischen) Rassismus, (islamischer) Feminismus, transkulturelle Identitäten und Empowerment und haben bereits viele verschiedene Workshops und Seminare für Jugendliche und Erwachsene gegeben. Sie wählen einen prozessorientierten, biografischen und emotionalen Zugang bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung und verknüpfen die persönliche Involviertheit und die eigene Sozialisierung mit der strukturellen Dimension von Machtstrukturen.

 

 

Ort: Haus der sozialen Vielfalt e.V., Eisenbahnstr. 31, 04315 Leipzig

Uhrzeiten: Freitag 14-20h, Samstag 9-18 Uhr, Sonntag 9-18 Uhr

Kosten: Teilnahmebeitrag von 20,-€ der im Voraus zu entrichten ist (kann der Beitrag nicht aufgebracht werden, soll dies jedoch kein Hinderungsgrund sein)

Anmeldung bis 23.10.2022 möglich: Senden Sie eine E-Mail an kontakt@haus-sovi.de mit dem Betreff „Anmeldung Fortbildung [Name/Datum der Fortbildung], [Ihr Name]“


 

Zur Verstärkung unsere Teams suchen wir ab Oktober 2022 staatlich anerkannte Sozialarbeiter:innen oder Sozialpädagog:innen (oder vergleichbare Abschlüsse).

Die Stellenausschreibung findet ihr hier.

 

Menschen mit eigener Migrationsbiografie werden besonders motiviert sich zu bewerben!

 

Bewerbung bitte richten an: kontakt@haus-sovi.de